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SHORIN-RYU

 


Tradition Karate

 
 

Karate

Shorin-Ryu und speziell Seibukan-Karate ist eine Stilrichtung,
die in Okinawa/Japan entstanden ist. Shorin-Ryu ist der älteste Karatestil,
aus dem sich viele andere Stile entwickelt haben.
Shorin-Ryu Seibukan beinhaltet viele Bewegungsabläufe,
die einer 90-Grad-Stellung entspringen und praktiziert das Erlernen korrekter,
präziser Bewegungen und Ausführungen durch Wiederholung von
Katas und Übungsformen. Agressivität und die Fähigkeit aus der Verteidigung
heraus unmittelbar zum Gegenangriff überzugehen, sind ebenso
Grundprinzipien dieses Stils, wie der gleichberechtigte Einsatz von Händen
und Füsen.
Obwohl Shorin-Ryu weder ein weicher noch ein harter Stil ist,
erfordert er ein hohes Mas an Schnelligkeit und Beweglichkeit,
ist kraftvoll und präzise.


Hanshi Chotoku Kyan

Chotoku Kyan wurde 1870 in Shuri, auf Okinawa geboren.
Mit 5 Jahren, begann er bei seinem Vater und Gros

svater Karate zu erlernen
und trainierte täglich. Chotoku Kyan besuchte mehrere Meister, um sich
ein größeres Wissen über die Kampfkunst anzueignen.
Aus all diesem Wissen entwickelte Chotoku Kyan einen der effektivsten
und schönsten Karate-Stil - Sukunaihayashi Shorin-Ryu.
Chotoku Kyan ist ein unvergesslich grosser Mann, der in seiner Überzeugung,
anderen die in Not waren helfen zu müssen, Nahrungsmittel spendete.
Er starb im September 1945 den Hungertod.

 

Hanshi Zenryo Shimabukuro 10.Dan

Zenryo Shimabukuro wurde 1909 auf Okinawa geboren.
Er trainierte 10 Jahre unter Hanshi Chotoku Kyan ehe er selber anfing
Karate zu trainieren. Wärend des zweiten Weltkrieges war es in Japan
verboten Kampfkünste auszuüben, nach dessen Ende unterrichtete
Zenryo Shimabukuro unter anderem die US-Soldaten und sorgte so
für die weltweite Verbreitung des Shorin-Ryu-Stils.
Im Jahre 1962 baute er eine eigene Karateschule, der er den Namen
" Seibukan" (Schule der heiligen Kunst) gab.
1964 erhielt Zenryo Shimabukuro den höchsten Titel,
den roten Gürtel (10 DAN).
1969 starb er an den Folgen eines Blinddarmdurchbruches. 
 

 

Hanshi Zenpo Shimabukuro 9.Dan

Cheftrainer der Internationalen Shorin Ryu Seibukan Karate Association.
Hanshi Zenpo Shimabukuro ist der Sohn und Nachfolger von
Grossmeister Zenryo Shimabukuro 10.Dan (1909 - 1969).
Er leitet heute das Seibukan Honbu-Dojo in Chatan auf Okinawa.
Nach seinem Hochschulabschlus ging er 1963 im jungen Alter von
20 Jahren auf Anraten seines Vaters nach Amerika,
wo er für mehrere Jahre das Shorin Ryu Seibukan unterrichtete.
Dabei nahm er an vielen Karateturnieren in Kata und Kumite teil
und gewann nationale und internationale Turniere in USA und Kanada.
Hanshi Zenpo Shimabukuro zählt weltweit 16 Länder in denen er das
traditionelle Shorin Ryu Seibukan Karate verbreitet.

 

                            

                                                                   Yaw Hwa Chin 7.Dan

Cheftrainer des Shorin Ryu Seibukan Karate Schweiz

Yaw Hwa Chin Leiter des Asia Budo Center, geboren 1954 in Rantau, einem kleinen Dorf in Malaysia. Es packte den nicht besonders grosswüchsigen Sprössling eines Restaurantbesitzers bereits während seiner Schulzeit eine tiefe Faszination für alle Arten von Kampfkünsten. Mit 13 ging er in die grosse Schule des Karatemeisters Chin Mok Sung (9. Dan Shorin-ryu Karate). Wie er später oft lachend berichtete, kam ihm nur allzu früh die Philosophie in die Quere, welche ihn daran hinderte, sich in der Schule gehörig für Hänseleien zu rächen....

Nach einigen Jahren harten Trainings begann er, nach sanfteren Methoden Ausschau zu halten und besuchte 1978 die ersten Tai Ji Stunden bei Mr. Wong Chok Choy.
1976 kam er im Gefolge seines Karatemeisters Chin Mok Sung und seines Freundes Mr. Lum auf einer Vorführung durch Indien, Deutschland, Dänemark und England auch in die Schweiz. Eines der Dojos in Zürich, der "Kenji-kan kioto", bat ihn, als Lehrer zu bleiben, worauf er sich in Europa niederliess.

Aufgrund seiner bis dahin über 25-jährigen Erfahrung eröffnete er 2000 ein Trainer-Ausbildungszentrum in Zürich (Asia Budo Center für Shaolin Hung Gar Kung Fu, Qi Gong und Tai Chi).

Seither hält er regelmässig Qi Gong Seminare für die SÄGAA (Schweizerische Ärztegesellschaft für Aurikulomedizin und Akupunktur) sowie die EAA (Europäische Akademie für Akupunktur) und hofft, so sein Wissen so vielen Schülern und zukünftigen Lehrern wie möglich vermitteln zu können.

Abschliessend wünscht er mit seinem Motto:

"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts", allen (fleissigen) Leserinen und Lesern

"Gesundheit und ein langes Leben" !

Was ist Karatedo?

Karatedo heisst wörtlich übersetzt „der Weg der leeren Hand.“ Er steht für den Entwicklungsweg, der zur Entfaltung der gesamten menschlichen Potentiale führt. Dieser persönliche Lebensweg ist das, was früher die Kampfkunst im Gegensatz zum Kriegshandwerk ausmachte und heute den Unterschied zum Kampfsport darstellt. Karate hat sich zwar zu einer international anerkannten Wettkampfform entwickelt, ist aber immer noch geprägt vom Geist und der Kultur der japanischen Meister.

Karatedo ist die hohe Kunst des unbewaffneten Kampfes und ein ausgezeichnetes System zur Erlangung von überdurchschnittlicher Fitness und Körperbeherrschung. Es ist bestens geeignet, dem täglichen Stress entgegenzuwirken. Ein regelmässiges Training fördert die Gesundheit, die Geschmeidigkeit des Körpers und führt zu aktiv-positivem Denken. Hände, Füsse, Knie und Ellenbogen entwickeln sich zu gefährlichen Waffen, mit denen man sich und andere in Notsituationen wirksam verteidigen kann.

Eine besondere Bedeutung hat Karatedo als Körperschule, da neben einem gleichmässigen Entwickeln aller Muskeln eine über-durchschnittliche Gelenkigkeit und Reaktions-fähigkeit erarbeitet wird, das für Frauen und Männer jedes Alters geeignet ist. Die Pädagogen an Schulen und Universitäten entdeckten in Karatedo ein hervorragendes Mittel zur Persönlichkeits-entwicklung, körperlicher wie auch geistiger Art. 

 

Karatedo bei Kindern

 

Kinder gehen gerne einen Weg mit, wenn es etwas zu entdecken gibt. Der Karateweg lässt sie ihren Körper und ihre Sinne neu entdecken: Muskeln, die vorher nur faul und träge waren, werden jetzt allesamt gespürt und gebraucht, keiner ist unwichtig. So entwickelt das Kind ein tragendes Selbstwertgefühl, das seine natürliche Aggressivität nicht zerstörerisch austobt oder unterdrückt. Wesentliche Voraussetzung, dass der Weg nicht zum Holzweg wird, ist die Persönlichkeit des Karatelehrers. Seine Verantwortung liegt nicht nur in der Berücksichtigung der kindlichen Physis, sondern im allmählichen Erfahrenlassen, dass Karate über alle Kampftechniken hinaus ein Lebensmodell des Menschlichen ist.

Karate ist seit 1998 offiziell ein J+S Sportfach und geeignet für Mädchen und Knaben ab 6 Jahren. Langjährige Verhandlungen und viel Entwicklungsarbeit waren nötig, bis Karate als J+S Fach anerkannt wurde. Das Karatetraining ist eine Chance für unsere Gesellschaft, neue Impulse in unsere Sporterziehung zu integrieren und so die Entwicklung der Jugendlichen wertvoll zu bereichern. Die Instruktoren des BSC sind mehrheitlich als J+S Leiter und Experten im Sportfach Karate ausgebildet.

 

 

Geschichtliche Entwicklung

 

Vor mehr als tausend Jahren wurden karateähnliche Techniken von buddhistischen Mönchen im Kloster Shaolin (China) geübt. Man nimmt an, dass der indische Mönch Bodhidharma (525 n. Chr., Begründer des Zen-Buddhismus) bei seiner Reise von Indien nach China ein Ur-Form von Karate im Shaolin-Kloster einführte. Er unterwies die Mönche im Zen-Buddhismus und in gymnastischen Kampfformen (Shi-pa-lo-sho; „die achtzehn Hände der Buddha-Schüler“), aus denen sie grosse Ausdauer und Stärke sowie Kraft des Geistes gewannen. Diese achtzehn Formen sind er Ausgangspunkt für die Entwicklung der Kampfkünste. Um die von ihm entwickelten Techniken zu sichern, schuf Bodhidharma ein formales Lehrsystem, die Kata, mit denen alle Übungen auch ohne Partner durchgeführt werden konnten. Diese Kampfkunst wurde immer weiter entwickelt und später von Chinesen auf die Insel Okinawa gebracht, wo sie sich mit den Kampftechniken der Bewohner dieser Insel vermischte.

Als die Feudalherrscher den Waffenbesitz verboten, förderten sie ungewollt die Entwicklung des Kampfes mit leeren Händen. Durch hartes Training wurden die Inselbewohner gefürchtete Gegner, selbst für den bewaffneten Feind. Diese Kampfkunst wurde dann aufgrund ihres chinesischen Ursprungs „Karate“ genannt, geschrieben mit den Schriftzeichen, die wörtlich „Chinesische Hand“ bedeuten

Der modere Meister dieser Kunst, Gichin Funakoshi, welcher 1957 im Alter von 88 Jahren starb, änderte die Schriftzeichen in der Weise, dass sie nunmehr ei gleicher Aussprache „leere Hände“ bedeuteten. Funakoshi wählte die Deutung bewusst wegen ihres Sinnes in der zenbuddhistischen Philosophie. Für ihn war Karatedo eine Kampfkunst, gleichzeitig aber auch ein Weg („Do“) um den Charakter zu formen.Karatedo wurde erstmals im Juni 1922 offiziell in Japan der Öffentlichkeit demonstriert. Anstoss dazu gab Jigoro Kano, der Begründer des Judo. Die Zuschauer waren von der Darstellung so beeindruckt, dass sie Funakoshi baten, in Tokio zu unterrichten. So lehrte Funakoshi das Karatedo an mehreren Universitäten.Wenig später kamen andere grosse Meister nach Japan und es entstanden die vier grossen traditionellen Schulen (Ryu) Japans: Wado-Ryu, Shotokan, Goju-ryu und Shito-ryu.

 

Was ist eine Kata?

 

Der Begriff Kata steht für eine genau festgelegte Serie von Techniken, in denen die Methoden und Kampfstrategien des Stils verschlüsselt sind. Sie sind eine Zusammenstellung der im Karatedo verkommenden Abwehren, Schlagtechniken, Fauststössen und Tritttechniken in logischer und fester Reihenfolge.

Jede Bewegung hat eine bestimmte Bedeutung. Die ausgeführten Techniken zielen mit genau dosierter Kraft auf die vitalen Punkte. In jeder Kata gibt es festgelegte Techniken, bei denen der Kiai, ein aus dem Zwerchfell kommenden Schrei, ausgestossen wird. Es ist stets der Bezug von der praktizierten Kata zur realen Selbstverteidigung und dem Kumite herzustellen. Der Praxisbezug muss sichtbar sein, ansonsten handelt es sich um eine Form ohne Inhalt.

 

Die Kata sind sorgfältig einzuüben, um sie in ihrem Bewegungs- und Bedeutungsablauf exakt zu erlernen. Die Fortgeschrittenen erweitern sie durch ein Maximum an Dynamik und Schnelligkeit. Dem Wettkämpfer bietet die Kate eine ausgezeichnete Gelegenheit, sein technisches Können unter Beweis zu stellen.

 

 

 

 

Was ist Kumite?

 

„Kampf, Kampfschule, sich mit den Händen treffen.“

Unter Kumite versteht man Kampfübungen, bei denen die in der Grundschule und den Kata erlernten Angriffs- und Abwehrtechniken ihre praktische Anwendung erfahren. Das Kumite gliedert sich in Yakusoku Kumite (abgesprochenes Kumite) und Jiyu Kumite. Beim Yakusoku-Kumite werden der richtige Abstand, das Timing, die Blickrichtung und die Konzentration auf die Aktion des Partners sowie der Stand, die Körperstellung und die Block- und Konterposition als Vorbereitung für das Jiyu Kumite geübt.Im Jiyu Kumite sind die Techniken frei wählbar. Die Übenden dürfen ihr geistiges und körperliches Können uneingeschränkt anwenden, aber die Faustschläge, Stösse und Tritte müssen sicher unter Kontrolle sein. Bei diesen freien Kampfübungen wird vor allem Reaktionsfähigkeit, Entschlusskraft und Mut entwickelt. Die ausgeführten Techniken müssen immer vom Hintergrund des Gedankens, den Angreifer mit einer einzigen Technik (Ikken-hissatsu) ausser Gefecht zu setzen, praktiziert werden.

 

Bewertungskriterien: 

1. Kontrolle; 2. Präzision; 3. Korrektheit; 4. Kiai; 5. Kraft und Kime; 6. Geschwindigkeit; 7. Kampfgeist; 8. Konzentration; 9. Zielgenauigkeit; 10. Maai (Distanz); 11. Timing und 12. Tai-sabaki (Ausweichbewegungen)

 

Bei den Partnerübungen werden charakterliche Qualitäten wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Disziplin gefordert und entwickelt.

 

 

 

Dojo

 

 

(Do = Weg, jo = Ort), Ort der Erweckung, ursprünglich der Ort, wo Buddha seine Erleuchtung fand, dort wo die Schüler den Weg üben. Nach einem buddhistischen Sprichwort kann jeder Ort ein Dojo sein. Sinn und Zweck des Zusammenkommens im Dojo ist einander zu helfen bei der Erlernung der Techniken und bei der Bildung des Charakters. Die Übungen im Dojo helfen, die Herausforderungen im Leben zu bewältigen. Konflikte lassen sich grundsätzlich nicht vermeiden, deshalb steht die Suche nach der richtigen Form der Bewältigung im Vordergrund.

Das Dojo ist ein Raum der Gemeinschaft, wo jeder sich mit sich selbst und mit anderen Menschen auseinandersetzt. Sei es im Kumite, in der Meditation oder im Lehrgespräch. Es ist ein Ort, wo sich die Energie der Übenden verdichtet und wandelt. Das Training im Dojo lehrt, dass man manchmal gewinnt und manchmal verliert. Somit ist eine Übungsstunde im Dojo auch eine Lehrstunde in Lebenskunst.

 

 

Die Dojoregeln: dojo kun

 

Die fünf Leitsätze der Dojokun lauten:

 

1. Suche nach der Perfektion deines Charakters

2. Verteidige die Wege der Wahrheit

3. Pflege den Geist des Strebens

4. Ehre die Prinzipien der Etikette

5. Verzichte auf Gewalt

 

Do

 

Prinzip der asiatischen Weltanschauung, das als Begriff aus dem japanischen Zen-Buddhismus stammt. Do ist der Ort, wo der Weg (das Menschsein) geübt wird. Die Silbe „do“ drückt aus, dass nicht primär das Ergebnis wichtig ist, sondern das Handeln, der Weg selbst. Do ist ein Weg, in dessen Zentrum ein Übung (Form) steht, deren Ziel jedoch nicht das Erlernen irgendeiner Fertigkeit, sondern das Erweitern des im Menschen gewachsenen Potentials ist, durch das er zu seiner Sinnbestimmung wachsen und sein Leben mit Bewusstsein und Erkenntnis erfüllen kann.

 

 

Rei

 

Gruss, Verbeugung, Anstand, Respekt. Der Gruss beinhaltet, dass man für sich und den Partner verantwortlich ist. Er ist ein Ausdruck der Höflichkeit, des Respektes und der Aufrichtigkeit. Beim Betreten des Dojo wissen wir, dass ein ernstes Stück Arbeit vor uns liegt.

 

 

 

Die Gürtel im Karatedo

 

Die Gürtel im Karatedo sind eine unverzichtbare Hierarchiepyramide, die zur Weitergabe der Lehre notwendig ist. Die Pyramide wird durch ein Rangsystem symbolisiert. Es unterteilt sich in die Kyu-Systeme der Schüler und die Dan-Graduierungen der Schwarzgurte. Die Stufe der jungen Schüler ist die Basis der Pyramide. Sie erstreckt sich über alle Kyu-Grade und enthält Anfänger und Fortgeschrittene. Eine Mittelstufe in der Pyramide nehmen die Grade bis zum 4. Dan ein. Sie sind das Bindeglied zwischen den Höhergraduierten ab 5. Dan. 

Gleich auf welchem Niveau der Übende sich im Rangsystem befindet, seine Aufgabe ist es immer, den Ansprüchen des bereits Erreichten durch eine entsprechende Haltung gerecht zu werden, beispielgebend für alle unter ihm Stehenden zu sein und eine Herausforderung gegenüber dem nächst höheren Fortschrittsgrad anzunehmen. 

   

 

 

 














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